es macht keinen sinn. ich meine damit das leben, und warum man immer genau das will was man nicht bekommen kann. so wenig zeit, viel zu viel leben. nachdenken so komplex, viel zu viel passiert. seit stunden dröhnen alte 50cent lieder aus den kaputten lautsprechern meines halbgeschlossenen laptops. lösche eine zeile nach der anderen, hab alles neu verfasst, umgeschrieben, bin noch immer nicht zufrieden.
laufe durch die straßen, vorbei an menschen die dir alles schöne versprechen, vorbei an ausreden, und lügen. will dem entkommen, doch renne immer nur ins leere. oder ich trinke dann, oder rauche, bis alles viel erträglicher erscheint. aber das ist falsch, es ist kein stück erträglicher, knalle auf den boden, realität so hart. benutze das als ausrede, wenn ich ehrlich bin hilft es mir nur bis zum nächsten morgen. rappel mich auf, und denke mir, dass dies doch eigentlich nicht der sinn des lebens sein kann. aber das ist halt mein leben, ob mit oder ohne sinn. ich solle doch aufhören damit, es sei schlecht für mich. aber sie übersehen alle die eindeutigen details, die entscheidenen dinge, den feinen unterscheid. sie übersehen ganz einfach das chaos in mir.
meine hingabe zu viel zu starken emotionen, der herausforderung sich nicht völlig darauf einzulassen, schwierigkeitslevel bei mariokart leicht, irgendwo muss ich ja mal gewinnen. sonst steuern mich meist die gefühle, der wunsch nach dem gebraucht werden, und die unendliche sucht. beinahe unmöglich mit all dieser last irgendwann mal das ziel zu erreichen. niemand da der den code knackt, der das rennen zuende fährt. weiß den code ja nichtmal selbst, ich weiß eigentlich rein garnichts. schlafe immer zu lange, mache nie was für die schule, es ist als warte ich darauf, dass ich mich endlich finde, hab mich zu gut versteckt.
sitze nun hier, habe noch nie was gemacht, noch nichts erreicht, vor mir ein haufen voller bedeutungsloser ereignisse die zusammengesetzt wohl mein leben darstellen. ich bin glücklich, sogar glücklicher als je zuvor, aber das bedeutet ja nicht, dass plötzlich alles sinn macht. probleme nur verdrängt- tief durchatmen, den kopf schütteln und weitermachen. brauche noch immer jemanden der mir die richtung zeigt. weil irgendwie schaff ich das alles allein nicht, bin überfordert mit der situation und generell mit meiner existenz. ich kann nicht immer weglaufen, immer vor mir flüchten, ich kann nicht mehr zurück in den unbefriedigenden reiz der kalten nacht. düster und glänzend, wolken sind getaucht in schimmriges mondlicht. laufe schon wieder, nicht weg, sondern nach vorn, etwas wacklig unterwegs, bin desorientiert, renne in richtung individuum, in richtung einem menschen der seinen platz hat. und wenn mein platz unter einer brücke neben ner vodka ist, dann ist das ok. aber ich brauche einen platz, damit ich gefunden werden kann.
