weinen wenn die sonne mit der dämmerung langsam verschwindet, weil ich dem allen nicht gewachsen bin. einfach immer weiteratmen und auf irgendwas warten, ich weiß selbst nicht auf was. aber irgendwas muss passieren.
alles geht kaputt, zerbricht und jeder traum platzt. sobald etwas gut scheint, wird's totgetrampelt und einfach zerstört. goldene momente der guten zeit letzten sommers liegen so weit zurück, schon lang nicht mehr greifbar, begreifbar.
nur ausgewaschene errinnerungen, längst an farbe verloren, an allem verloren. habe mich in ihnen wiedergefunden. hab schon immer lieber in der vergangenheit gelebt mit den gedanken, das getümmel der menschen um mich rum einfach ausgeblendet. alles ist schon geschehen, kann nicht noch schlimmer kommen, das fesselt mich so.
ich vermisse das alles, die langen nächte einfach rumgesessen, geredet, gelacht, geraucht. das ist das leben, das ist perfektion in meinen augen.
seitdem einfach nur mitgeflogen mit dem kalten wind, stetiges wachsen der ignoranz und dem purem hass auf alles. was mach ich mit der zeit bis diese in ihrer art vollendeten momente mich wieder an sich ziehen?
es wird nie dasselbe sein, nur die mit kratzern übersehten kopien einer vollkommenheit. verstaubte, blass-graue schatten der zeit.
