neuanfang, zeile füt zeile gelöscht, errinnerungen verglühen in der einsamkeit. die zeit rennt und ich wollte immer was draus machen. die zeit gehörte uns, wie gespenster durch nächte geflogen, unsichtbar, irgendwie komisch. wie alles, wir scheiterten und gewannen. von feuer zu glut, von rot zu schwarz. kämpften nicht mehr, lieben, doch nichts mehr gefühlt. der kalender hier zeigt immer noch "august", scheißegal. zurückdenken an dein lachen, dass mich aus so vielem rausholte, mir so half, mir irgendwie diese freude am leben gebracht hatte. die nächste kippe, die nächste party, der nächste schleier, und ich komme wieder zu mir. es ist so spät, guck es ist gleich halb 5. laufe im kreis, schweben über unseren problemen. genaration anti- mainstream, aber alle sind so gleich.
alles sollte diesmal doch so anders sein, aber wir machten wieder alles gleich, alles wieder gleich scheiße, alles gleich falsch. wir leben in diesem grau, dieser illusion. alles sollte doch so schön werden. nicht viel los, hier und in dem getümmel der großstadt. alles voll von diesen klischees, kein leichtes leben. wir waren der beweis dagegen. saßen in diesem dreckigem keller, die passende metapher unserer situation. schlussstriche, ziellinien, waren immer drüber hinaus. benebelt wie von drogen, haben beide keine wahren freunde. unter druch sprechen müssen, haben uns nichts zu sagen. nichts war da, keine emotion.
gleich, später, und immer war alles viel zu früh. ich weinte in kissen, ich schlug um mich herum, wollte diesen schmerz zerstören. wollte ihn durchtrennen, wollte wieder schlafen. die wahrheit war so ernüchternt, ich schrie stundenlang. was war noch lebenswert, wofür lohnt es sich, sich aus den so schönen träumen einer viel zu kurzen, schmierigen nacht zu reißen, aufzustehen, zu lachen? musste ins morgenlicht marschieren, mit gehobenen kopf, damit mir bloß niemand diesen schmerz ansah. schien als wärst du ein teil von mir, dass ich zweigespalten war, jetzt nur noch halb. augenringe stets übergeschminkt, armbänder. saß nur noch rum, ging nicht mehr raus. staub an den wänden, boden verdeckt mit wochenaltem müll und diesen klamotten die gegen die perfektion der menschen ankämpfen sollte. in momenten wie diesen, wo meine welt so klein ist, ist kein platz für wahrheit. ziel verloren, traum nie gelebt,
rauchschwaden, kippen das einzige was da war. verliebte mich, versank wieder. zauber der so schönen tode, der tausend arten zu sterben. immer den mund halten, die eigene meinung war nicht mehr relevant. massaker, zermürbte gesichter hinter hastig zugezogenen vorhängen. brauche antworten, das ist die aufgabe. das herz ausgestreckt in richtung paradies, alles wird wieder so wie früher werden. auf lippen beißen, echo deines todesschreis. stolpern und ausrutschen auf diesen lügen, möchtegern-leben, fühlt sich an wie ein beschissener traum. keine jungend, keine kindheit, aber dieser zwang weiter zu atmen. giftige worte, die salzig schmecken. niederlagen normal, alltägliches versagen. von neonlicht zu neonlicht sprinten, vodka, n paar kurze, oder mehr. sucht formulieren, leere füllen. lebensmüde, leben ziellos. genie, schulnoten nicht mehr wichtig, so ist das halt.
umdrehen, nur ein paar silhouetten durch den dichten rauch erkennen, in fremde arme springen, kopfüber. zentral, im kreis gedreht, gelaufen, in ewige ohnmacht gefallen, wie der märchenhafte 100-jährige schlaf. zerzauste haare, lippenstift klebt auf der wange, schwarze tropfenartige streifen unter den augen von der billigen mascara. immer fallen, nichts finden. 'für immer und länger' ist jetzt 8 monate her. alles im arsch, partydrogen, welt auf heroin.
abkühlen, jetzt ist es dezember oder januar, schon lange durch dieses dauerhafte rauschgefühl alles vergessen, abgeschlossen mit dem, das, dir, der.
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