ich schreibe, weil ich nichts vergessen will. keinen traum. nicht die realität, und vor allen dingen nicht das, was dazwischenliegt.

Montag, 3. Juni 2013

melancholy moments

die zeit zwischen dem letzten text und heute nur verschwendet. verschwendetes leben, verschwendete gefühle. sucht nahm mir freunde, nimmt mir mal mein leben. willen verloren, bin im kampf untergegangen. suche nach der verständnis, doch ich passe nicht in diese form, zu viele erwartungen, zu großer druck der mich ersticken lässt, in den nächten, in denen ich stundenlang  rauchend auf dem dach sitze und nur in die dunkelheit starre.
 weinen wenn die sonne mit der dämmerung langsam verschwindet, weil ich dem allen nicht gewachsen bin. einfach immer weiteratmen und auf irgendwas warten, ich weiß selbst nicht auf was. aber irgendwas muss passieren.

alles geht kaputt, zerbricht und jeder traum platzt. sobald etwas gut scheint, wird's totgetrampelt und einfach zerstört. goldene momente der guten zeit letzten sommers liegen so weit zurück, schon lang nicht mehr greifbar, begreifbar.
 nur ausgewaschene errinnerungen, längst an farbe verloren, an allem verloren. habe mich in ihnen wiedergefunden. hab schon immer lieber in der vergangenheit gelebt mit den gedanken, das getümmel der menschen um mich rum einfach ausgeblendet. alles ist schon geschehen, kann nicht noch schlimmer kommen, das fesselt mich so.

ich vermisse das alles, die langen nächte einfach rumgesessen, geredet, gelacht, geraucht. das ist das leben, das ist perfektion in meinen augen. 
seitdem einfach nur mitgeflogen mit dem kalten wind, stetiges wachsen der ignoranz und dem purem hass auf alles. was mach ich mit der zeit bis diese in ihrer art vollendeten momente mich wieder an sich ziehen?
es wird nie dasselbe sein, nur die mit kratzern übersehten kopien einer vollkommenheit. verstaubte, blass-graue schatten der zeit. 



Sonntag, 14. April 2013

desorientiert in richtung individuum

es macht keinen sinn. ich meine damit das leben, und warum man immer genau das will was man nicht bekommen kann. so wenig zeit, viel zu viel leben. nachdenken so komplex, viel zu viel passiert. seit stunden dröhnen alte 50cent lieder aus den kaputten lautsprechern meines halbgeschlossenen laptops. lösche eine zeile nach der anderen, hab alles neu verfasst, umgeschrieben, bin noch immer nicht zufrieden.
 laufe durch die straßen, vorbei an menschen die dir alles schöne versprechen, vorbei an ausreden, und lügen. will dem entkommen, doch renne immer nur ins leere. oder ich trinke dann, oder rauche, bis alles viel erträglicher erscheint. aber das ist falsch, es ist kein stück erträglicher, knalle auf den boden, realität so hart. benutze das als ausrede, wenn ich ehrlich bin hilft es mir nur bis zum nächsten morgen. rappel mich auf, und denke mir, dass dies doch eigentlich nicht der sinn des lebens sein kann. aber das ist halt mein leben, ob mit oder ohne sinn. ich solle doch aufhören damit, es sei schlecht für mich. aber sie übersehen alle die eindeutigen details, die entscheidenen dinge, den feinen unterscheid. sie übersehen ganz einfach das chaos in mir.
 meine hingabe zu viel zu starken emotionen, der herausforderung sich nicht völlig darauf einzulassen, schwierigkeitslevel bei mariokart leicht, irgendwo muss ich ja mal gewinnen. sonst steuern mich meist die gefühle, der wunsch nach dem gebraucht werden, und die unendliche sucht. beinahe unmöglich mit all dieser last irgendwann mal das ziel zu erreichen. niemand da der den code knackt, der das rennen zuende fährt. weiß den code ja nichtmal selbst, ich weiß eigentlich rein garnichts. schlafe immer zu lange, mache nie was für die schule, es ist als warte ich darauf, dass ich mich endlich finde, hab mich zu gut versteckt. 

sitze nun hier, habe noch nie was gemacht, noch nichts erreicht, vor mir ein haufen voller bedeutungsloser ereignisse die zusammengesetzt wohl mein leben darstellen. ich bin glücklich, sogar glücklicher als je zuvor, aber das bedeutet ja nicht, dass plötzlich alles sinn macht. probleme nur verdrängt- tief durchatmen, den kopf schütteln und weitermachen. brauche noch immer jemanden der mir die richtung zeigt. weil irgendwie schaff ich das alles allein nicht, bin überfordert mit der situation und generell mit meiner existenz. ich kann nicht immer weglaufen, immer vor mir flüchten, ich kann nicht mehr zurück in den unbefriedigenden reiz der kalten nacht. düster und glänzend, wolken sind getaucht in schimmriges mondlicht. laufe schon wieder, nicht weg, sondern nach vorn, etwas wacklig unterwegs, bin desorientiert, renne in richtung individuum, in richtung einem menschen der seinen platz hat. und wenn mein platz unter einer brücke neben ner vodka ist, dann ist das ok. aber ich brauche einen platz, damit ich gefunden werden kann.





Sonntag, 17. März 2013

generation x

dieses rauschgefühl, das hinfallen, das gleichgewicht komplett verlieren. nichts mehr mitbekommen und sterben wollen, dann wieder lachen und dann wieder fallen und torkeln. sehnsüchtig erwartetes vergessen. die stimme im kopf, die mir sagt "lebe, nimm etwas wahr". dann schwebe ich über allen, tanze, bin höher, besser, renne weiter und springe in die tiefe. die stunden ticken ab auf dem ziffernblatt, das ticken verfolgt mich und dieses geräusch ist alles was noch da ist. in diesem moment ist alles wie ersticken, das ganze leben lang nur gestorben. so als hätte man ganz plötzlich verlernt zu atmen, dann kommt die bodenlose panik. kaltes licht, hell und grell, so unreal, kaltes ich, kalter wind und keine emotion, keine gefühle.
 mimik eingefroren, einstudiertes lächeln ab und an, es soll niemand wissen wie es mir geht. mir ist kalt und niemand ist da, der mir helfen könnte. bin allein auf mich gestellt, aber ich konnte ja eh immer nur mir selbst trauen. alle gehen sobald die probleme kommen, und irgendwie bin ich das problem.
 aber ich denke an nichts, vergesse die vergangenheit, gehirn getränkt in vodka, und jetzt war ich frei. kein problem, kein mensch, keine liebe, keine fragen, keine gelogenen antworten, kein geräusch, nur dieses ticken, als passende metapher der flüchtigen momente, die durch die finger rinnen. die zeit ist weg, genau wie die kontrolle. einmal  nicht man selbst sein, vor diesem menschen der in deinem körper steckt, flüchten.
 war so glücklich,war so weit oben, danach der tiefe fall,- welch ironie,wie im leben auch- und das aufwachen in kotze. das flaue gefühl im magen, und mein kopf dröhnte, und auf der linken seite pulsierte irgendeine ader, so als wolle sie im nächsten moment zerplatzen und meinem leben ein ende setzen. ich hätte am liebsten meine augen nie wieder geöffnet, oder für immer das licht gemieden. auch der glanz in meinen augen von letzter nacht, war nicht mehr da. nach luft schnappen in einem raum aus fauliger heizungswärme, der kotze und dem atem des restalkohols, beinahe unmöglich. aber ich bereue nichts, denn ich war g l ü c k l i c h







Samstag, 16. Februar 2013

endlose sucht

es ist nicht nur die selbsteingeredete einsamkeit, über die ich nur nachdenk', wenn mich abends melancholische gedanken heimsuchen, während ich im bett lieg, heizung auf fünf, die gardinen zugezogen und die musik so laut, dass die gedanken eigentlich garkeinen platz finden dürften. nein, auch die kälte und die eintönigkeit des blassgrauem alltags. bin auf der vergeblichen suche, nach jemandem der mich endlich mal aus all dem shit rausholt. und wenn es jemand versucht, renne ich weg. so schnell, dass die adern im kopf brummen, und die sich lunge anfühlt, als würde sie zerplatzen. das alles soll mal einen sinn machen, deine existens und irgendwie alles. 
will mein leben nicht schleifen lassen, nicht stehen blieben, jetzt wo alles besser werden soll. ich will glänzen, klar denken und lachen. ich will einen dieser merkwürdig zauberhaften momente, wo das herz ganz plötzlich springen will und es sich auf einmal so anfühlt, als könnte das alles noch ein gutes ende nehmen mit der welt und uns drauf, die einfach nur aufwachen und dann wieder schlafen, und am liebsten nie wieder aufwachen würden. ich versuche jeden tag, alles zu geben, doch zerbreche an dieser aufgabe, morgen ist nichts.

tanze mit dir durch dreck und rosa-glitzer welten, du tanzt weiter auf dem maskenball der lügen, ich bin schon längst durch den hinterausgang. 
ich will die augen offen halten, will wachbleiben, möchte herz und kopf kontrollieren. 
ich denk an alte zeiten, und finde mich nur schwer mit dem gedanken ab, dass dies nur veschwommene bilder in kaputten gedanken bleiben werden. kippen, kühle brise der heranwehenden endlosen sucht.  
ich will wahrheit, einmal jemandem durch die eiskalten augen  in die seele schauen und gedanken abfangen, die sonst nur hinter schlechten alibis und sinnlosem gelaber verstummt wären. ich möchte, dass sich einmal etwas ganz und gar klar und richtig anfühlt, in dieser bodenlosen abwegigkeit.
gefangen zwischen träumen und wahnvorstellungen, im rausch. dies nur ein weiterer gescheiterter versuch meine gedanken in wörtern auszudrücken. keine information, nichts was an die oberfläche dringt, was mit dem regenwasser nach oben gespült werden könnte. schreibe in metaphern, und rede nie.

Samstag, 26. Januar 2013

chaos im herzen, teil2

neuanfang, zeile füt zeile gelöscht, errinnerungen verglühen in der einsamkeit. die zeit rennt und ich wollte immer was draus machen. die zeit gehörte uns, wie gespenster durch nächte geflogen, unsichtbar, irgendwie komisch. wie alles, wir scheiterten und gewannen. von feuer zu glut, von rot zu schwarz. kämpften nicht mehr, lieben, doch nichts mehr gefühlt. der kalender hier zeigt immer noch "august", scheißegal.  zurückdenken an dein lachen, dass mich aus so vielem rausholte, mir so half, mir irgendwie diese freude am leben gebracht hatte. die nächste kippe, die nächste party, der nächste schleier, und ich komme wieder zu mir.  es ist so spät, guck es ist gleich halb 5. laufe im kreis, schweben über unseren problemen. genaration anti- mainstream, aber alle sind so gleich.

alles sollte diesmal doch so anders sein, aber wir machten wieder alles gleich, alles wieder gleich scheiße, alles gleich falsch. wir leben in diesem grau, dieser illusion. alles sollte doch so schön werden. nicht viel los, hier und in dem getümmel der großstadt. alles voll von diesen klischees, kein leichtes leben. wir waren der beweis dagegen. saßen in diesem dreckigem keller, die passende metapher unserer situation. schlussstriche, ziellinien, waren immer drüber hinaus. benebelt wie von drogen, haben beide keine wahren freunde. unter druch sprechen müssen, haben uns nichts zu sagen. nichts war da, keine emotion.

gleich, später, und immer war alles viel zu früh. ich weinte in kissen, ich schlug um mich herum, wollte diesen schmerz zerstören. wollte ihn durchtrennen, wollte wieder schlafen. die wahrheit war so ernüchternt, ich schrie stundenlang. was war noch lebenswert, wofür lohnt es sich, sich aus den so schönen träumen einer viel zu kurzen, schmierigen nacht zu reißen, aufzustehen, zu lachen? musste ins morgenlicht marschieren, mit gehobenen kopf, damit mir bloß niemand diesen schmerz ansah. schien als wärst du ein teil von mir, dass ich zweigespalten war, jetzt nur noch halb. augenringe stets übergeschminkt, armbänder. saß nur noch rum, ging nicht mehr raus. staub an den wänden, boden verdeckt mit wochenaltem müll und diesen klamotten die gegen die perfektion der menschen ankämpfen sollte.  in momenten wie diesen, wo meine welt so klein ist, ist kein platz für wahrheit. ziel verloren, traum nie gelebt, 

rauchschwaden, kippen das einzige was da war. verliebte mich, versank wieder. zauber der so schönen tode, der tausend arten zu sterben. immer den mund halten, die eigene meinung war nicht mehr relevant. massaker, zermürbte gesichter hinter hastig zugezogenen vorhängen. brauche antworten, das ist die aufgabe. das herz ausgestreckt in richtung paradies, alles wird wieder so wie früher werden. auf lippen beißen, echo deines todesschreis. stolpern und ausrutschen auf diesen lügen, möchtegern-leben, fühlt sich an wie ein beschissener traum. keine jungend, keine kindheit, aber dieser zwang weiter zu atmen. giftige worte, die salzig schmecken. niederlagen normal, alltägliches versagen. von neonlicht zu neonlicht sprinten, vodka, n paar kurze, oder mehr. sucht formulieren, leere füllen. lebensmüde, leben ziellos. genie, schulnoten nicht mehr wichtig, so ist das halt. 

umdrehen, nur ein paar silhouetten durch den dichten rauch erkennen, in fremde arme springen, kopfüber. zentral, im kreis gedreht, gelaufen, in ewige ohnmacht gefallen, wie der märchenhafte 100-jährige schlaf. zerzauste haare, lippenstift klebt auf der wange, schwarze tropfenartige streifen unter den augen von der billigen mascara. immer fallen, nichts finden. 'für immer und länger' ist jetzt 8 monate her. alles im arsch, partydrogen, welt auf heroin. 
abkühlen, jetzt ist es dezember oder januar, schon lange durch dieses dauerhafte rauschgefühl alles vergessen, abgeschlossen mit dem, das, dir, der.